Keanu Reeves

Foto: AustImages

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Ein Gespräch mit Keanu Reeves über sein Image als Sex-Symbol und sein Leben als Hollywoodstar

Interviews stehen bei Keanu Reeves ganz unten auf der Beliebtheitsskala. Wenn er könnte, würde er wohl keine geben. Das hängt vielleicht mit den privaten Schicksalsschlägen zusammen, die der 45-jährige Schauspieler erlitten hat. Keanu Reeves befürchtet wohl immer noch Fragen nach seiner Partnerin Jennifer Syme, die 1999 ein Kind von ihm erwartete, das einen Monat vor dem errechneten Entbindungstermin tot geboren wurde. Zwei Jahre später starb Syme bei einem Autounfall. Seinen großen Durchbruch hatte er als Neo mit cooler Sonnenbrille und schwarzem Ledermantel in der Matrix-Trilogie. An der Seite von Robin Right Penn spielt Keanu Reeves nun in dem Beziehungsdrama "Pippa Lee" (Start: 01. Juli 2010) ihren Nachbarn, der den Frauen den Kopf verdreht.

Welche Vorteile hat man davon, ein Sex-Symbol zu sein?

Wie Sie hoffentlich bemerkt haben, spiele ich die Rolle mit einem Augenzwinkern. Diesen ganzen "Sexsymbol"-Quatsch kann ich leider nicht Ernst nehmen. Geht es mir an einem schlimmen Tag besser, weil irgendein Magazin schreibt, ich sei sexy? Wohl kaum. Das ist mir vollkommen egal. Wenn ich überhaupt eine Meinung dazu habe, dann finde ich es befremdlich.

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Es macht Ihnen so gar keinen Spaß Hollywood-Star zu sein?

Früher hat es mir sogar sehr zu schaffen gemacht, ein so genannter "Star" zu sein. Mittlerweile habe ich meinen Frieden damit gemacht. Die Popularität ist die Kehrseite der Medaille meines Berufes. Aber wenn ich entspannt damit umgehe, kann ich sehr gut damit leben. Ich genieße andererseits eine Menge Vorteile und Privilegien und bin sehr dankbar dafür. Es ist einfach wichtig, immer den nötigen Abstand zu bewahren. Und das fällt leichter, je älter ich werde. Es lässt sich ja nicht verhindern, dass man mit den Erfahrungen glücklicherweise auch etwas weiser wird.
 

Jetzt erzählen Sie uns bitte nicht auch noch, dass Erfolg nicht glücklich macht.

Sorry, aber Erfolg macht nicht glücklich, das habe ich inzwischen begriffen. Erfolg und persönliches Glück korrelieren nicht, denn Beruf und Privatleben sind zwei unterschiedliche Welten. Manchmal freue ich mich kurz über Erfolg. Das geschieht manchmal an bestimmten Nachmittagen. Außerdem definiere ich Erfolg heute ganz anders als früher. Erfolg bedeutet, wenn ich einen Film machen kann, der mir am Herzen liegt. Kommerzieller Erfolg ist nicht so wichtig.
 

Was liegt Ihnen gerade am Herzen?

Ich würde wahnsinnig gerne Regie führen! Das Drehbuch ist auch schon fertig. Es ist eine Liebesgeschichte, die im Weltraum spielt, ein romantischer Science-Fiction-Film. Jetzt muss ich nur noch jemanden finden, der daran glaubt und das Projekt finanziert. Das würde mich wirklich glücklich machen.
 

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