Robert Pattinson

ROBERT PATTINSON über seine Rolle als Sexsymbol, kreischende Fans und New Moon

Vor gut einem gut einem Jahr wusste niemand, wer ROBERT PATTINSON ist. Die Briten hatten ihren heißesten Schauspiel-Export seit Jude Law bis auf einen Kurzauftritt in "Harry Potter" gut versteckt. Seit seinem Auftritt als Vampir Edward in "Twilight" gehört der 23-Jährige zu den begehrtesten Männern dieses Planeten. Wie begehrt er ist, wird einem ganz plastisch am Interviewtag in Cannes bewusst. Wir sind in einem Beach Club vor dem "Carlton Hotel" verabredet. Wie ein Lauffeuer spricht sich herum, dass Robert Pattinson am Strand sein soll. Und binnen Minuten füllt sich die Uferpromenade vor dem Club mit Hunderten von jungen Frauen samt Fotoapparaten. Noch etwas später werden die ersten Absperr-Gitter aufgestellt und Bodyguards müssen den Eingang bewachen. Robert Pattinson erscheint - ganz wie man sich einen Vampir vorstellt - in schwarzer Jeans und schwarzem Hemd. Am Ausschnitt sind ein paar Brusthaare zu sehen. Immer wieder wird unser Gespräch vom Kreischen der Fans unterbrochen. Der heiß Begehrte versucht in dieser angespannten Atmosphäre so locker wie möglich zu bleiben und grinst entschuldigend, so als wollte er signalisieren: Ich kann wirklich nichts dafür. Kann er aber doch. Denn selbst als Mann muss man neidlos anerkennen: ROBERT PATTINSON sieht einfach verboten gut aus und ist auch noch einer der nettesten Newcomer, die wir in den vergangenen Jahren getroffen haben.

Robert Pattinson

Ihr Poster hängt jetzt in Millionen von Mädchenzimmern an der Wand. Ist das ein gutes oder ein eher unheimliches Gefühl?

Ich finde es vor allen anderen Dingen interessant. Denn ganz ehrlich: Ich hätte nie für möglich gehalten, dass Menschen so intensiv auf mich reagieren würden. Ein Beispiel: Ich war mir nicht sicher, wie meine bleiche Vampirhaut auf der Leinwand wirken würde und war eher skeptisch. Plötzlich fanden die Zuschauer den Look sexy...(lacht). Ich finde das komplett absurd.

Sie waren nie der Herzensbrecher, den jetzt alle in Ihnen sehen?

Also, in der Schule war ich bei den Mädchen nicht gerade der populärste Junge in der Klasse. Und, wenn Sie heute irgendeinen meiner Mitschüler fragen sollten, keiner hätte es für möglich gehalten, dass ich einmal so eine Karriere mache.

Robert Pattinson

Sie scheinen ständig für TWILIGHT vor der Kamera zu stehen – wo ist für Sie „Zuhause“?

Mir kommt es inzwischen auch so vor, als ob ich seit Jahren aus dem Koffer lebe. Wenn wir nicht vor der Kamera stehen, sind wir unterwegs, um den Film zu bewerben. So richtig Zuhause war ich schon lange nicht mehr. Die Reaktionen sind überall auf der Welt ähnlich – es wird schwierig allein auf die Straße zu gehen. Nur in Tokio bin ich kürzlich ganz allein spazieren gegangen und es interessierte sich wirklich niemand für mich. Was besonders seltsam war, da ich der einzige Europäer weit und breit war...(lacht).

Robert Pattinson

Auf dem Soundtrack zu TWILIGHT 1 konnten wir einen Song von Ihnen hören. Was wird aus Ihrer Musik-Karriere?

Ich weiß nicht, ob man das wirklich Karriere nennen kann...(lacht). Ich habe damals eine Menge Zeit allein in Hotelzimmer verbracht und hatte Zeit mit meiner Gitarre herumzuspielen. In letzter Zeit ist das zu kurz gekommen. Ich hoffe, Ende des Jahres habe ich wieder Luft, um Songs einzuspielen. Aber ich weiß noch nicht, was ich mit dem Material machen werde. Singende Schauspieler fand ich immer peinlich. Ich will mich erst einmal auf das Schauspielen konzentrieren.

Robert Pattinson

Viele Fans denken, Sie seien tatsächlich wie „Edward“. Fühlen Sie sich missverstanden?

Noch finde ich es vollkommen in Ordnung. Die meisten kennen mich ja nur als „Edward den Vampir“. Ich hoffe, ich kann in Zukunft noch andere Facetten von mir zeigen. Wenn mich die Leute allerdings in fünfundzwanzig Jahren immer noch ausschließlich auf TWILIGHT ansprechen sollten, werde ich wahrscheinlich zum Mörder...(lacht).

Kritiker nennen Sie den „neuen Leonardo DiCaprio“. Können Sie mit dem Titel Leben, oder haben Sie irgendwelche Einwände?

Na, ich glaube vor allen Dingen, der Titel wird Leonardo DiCaprio nicht gerecht. Der hatte doch mit elf Jahren schon eine Oscarnominierung, oder? Da kann ich wohl kaum mithalten.

CHRISTIAN AUST

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