Richard Gere

Ein Gespräch mit RICHARD GERE über Hunde

Sind Buddhisten die besseren Filmstars? Eigentlich hat RICHARD GERE Urlaub und erholt sich mit seiner Familie in den Hamptons in der Nähe von New York. Doch den Umgang mit seiner wohl verdienten Freizeit scheint der Mann ähnlich buddhistisch gelassen anzugehen, wie alles andere in seinem Leben. Für uns unterbricht er seine Ferien und wirkt dabei noch bestens gelaunt. In Jeans und hellblauem Hemd empfängt er uns im Herzen Manhattans, im legendären Regency Hotel an der Park Avenue. Am rechten Handgelenk baumelt die Gebetskette aus Holzperlen. "Ich bin heute morgen zweieinhalb Stunden nach New York reingefahren und konnte dabei sogar noch meine Zeitung lesen", verkündet er fröhlich. "Ehrlich gesagt finde ich diese Interviewtouren nach Europa mittlerweile ganz schön anstrengend. So ist es viel angenehmer". Richard Gere trinkt natürlich grünen Tee. Was sonst? Sein neuer Film HACHIKO - EINE WUNDERBARE FREUNDSCHAFT basiert auf einer wahren Begebenheit: der herzzereißenden Geschichte um einen Hund, der seinem Herrchen auch nach dessen Tod noch jahrelang die Treue hält.

Richard Gere

Eine alte Schauspielerregel lautet: Spiele niemals mit Kindern oder Hunden, sie werden Dir immer die Show stehlen. Sie haben jetzt einen ganzen Film mit einem Hund gemacht. Hat er Ihnen die Show gestohlen?

(Lacht)...Keine Frage: Diesmal ist der Hund der Star. Und es hatte gar keinen Zweck ihn zu trainieren. Das wirkt auf der Leinwand später immer fürchterlich einstudiert. Also haben wir die Kamera einfach laufen lassen, um so viel spontane Reaktionen wie möglich aufzunehmen. Eigentlich waren es ja drei Hunde. Die braucht man schon, denn irgendwann haben Hunde keine Lust mehr. Wir mussten sehr geduldig sein. Und es ist, als ob man mit Kindern arbeitet. Du kannst es nicht erzwingen. Um einen wahren Moment einzufangen, musst du gelassen sein.

Was Ihnen als Buddhist wahrscheinlich nicht schwer fallen wird?

Ich arbeite immer noch daran...(lacht). Manchmal denke ich, ich bin immer noch ein blutiger Anfänger.

Sind Sie mit Hunden aufgewachsen?

Ja. Mein Vater hat dieses Foto von mir mit dem Hund. Wir sind beide noch Kleinkinder...(lacht). Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich da überhaupt schon laufen konnte. Und der Hund hieß "Chipper", ein kleiner Cocker Spaniel. Wir waren offenbar schon damals ein Herz und eine Seele. "Chipper" lebte bei uns bis ich ein Teenager war. Dann ist er leider gestorben.

Richard Gere

Und heute?

Bin ich wieder auf den Hund gekommen. Wir haben unseren Hund im Tierheim gefunden. Sie ist unglaublich süß! Und wenn ich tief in mein Herz hinein höre, war sie der Grund, warum ich diesen Film überhaupt gemacht habe. Sie heißt "Billy" und ist einfach fantastisch. Sie ist so ruhig und clever. Wenn ich aus dem Haus gehe und mich zum meditieren in den Garten setze, sitzt sie einfach ganz still neben mir. Egal, wie lange es dauert. Und es ist nicht so, dass sie etwas von mir will. Sie möchte einfach nur in meiner Nähe sein. Sie wirkt wie ein buddhistischer Mönch...(lacht).

Der Hund ist also doch der beste Freund des Mannes?

(Lacht)...Es ist auf jeden Fall eine Art von Liebe, die wir für einander empfinden.

Kennen Sie Ihren Hund "Billy" auch aus einem früheren Leben?

(Lächelt)...Jetzt wollen Sie mich auf die Schippe nehmen, oder? Es ist ja auch nicht so einfach mit diesen früheren Leben. Ich treffe ja nicht meinen verstorbenen Bruder, oder meine Mutter wieder. So funktioniert es ja nicht mit den Reinkarnationen. Aber, wenn Sie mich schon so fragen: Ich vermute ganz stark, dass "Billy" und ich schon einmal eine Verbindung miteinander hatten.

CHRISTIAN AUST

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