Wotan Wilke Möhring

Wotan Wilke Möhring

Ein Gespräch mit Wotan Wilke Möhring über MÄNNERHERZEN

WOTAN WILKE MÖHRING ist zur Zeit in der Komödie "Männerherzen" zu sehen. Er spielt den U-Bahn Führer Roland, der es nicht verkraftet, dass seine Frau sich von ihm getrennt hat. Der 42-jährige Schauspieler wuchs in Herne auf und hat drei Geschwister. Er ist gelernter Elektriker, hat als Türsteher und Model gejobbt und in Berlin Kommunikation studiert. Seinen Durchbruch als Schauspieler hatte WOTAN WILKE MÖHRING 1997 in der "Bubi-Scholz-Story" an der Seite von Benno Fürmann und Götz George. Er lebt mit seiner Freundin Anna zusammen, mit der er seit Januar 2009 eine Tochter hat.

Lieben Männer anders als Frauen?

Ich glaube, sowohl Männer als auch Frauen meinen zu wissen, was das andere Geschlecht denkt. Danach treffen wir dann unsere Entscheidung. Deswegen gehen wir oft mit falschen Erwartungen in eine Beziehung. Wir kommen nach Hause, sind müde und denken, jetzt soll sie mich aufbauen. Sie ist aber auch müde und will genau dasselbe. Und schon haben wir ein Problem.

Passen Männer und Frauen wirklich zusammen?

Ja, denn ohne Männer und Frauen gäbe es das tolle Wesen Kind nicht. Und Kinder sind die personifizierte Hoffnung. Und deswegen ringen wir ja Tag und Nacht darum uns zu verstehen, auch mit diesem Film...(lacht). Und es ist ja gerade das Faszinierende, dass Frauen anders sind.

Was an Dir ist typisch männlich?

Eine gewisse „Street Toughheit" und der grölende Hang zu Männerfreundschaften…(lacht). Kumpelei und echte Freundschaft sind mir sehr wichtig.

Wo steckt Deine weibliche Seite?

Die ist bestimmt an meinen Beruf gekoppelt: Ich kann Emotionen zulassen, in allen Lagen, bis hin zum Weinen. Ich nenne es mal die Weichheit eines Dichters, nämlich durch den Wald zu gehen und verschiedene Blumen und Bäume zu entdecken, die singenden Vögel zu bewundern, und nicht nur zu versuchen, möglichst geradeaus zu marschieren.

Was beschleunigt den Schlag Deines Männerherzens?

Meine kleine Tochter natürlich. Und dieser Moment, in dem ich das Gefühl habe, wirklich erkannt zu werden. Wenn mich jemand anschaut und ich denke: der hat mich verstanden. Das ist ein Gefühl, das man sich erarbeiten muss. Ich erlebe das mit meiner Partnerin, aber auch mit der Familie oder Freunden.

Und welcher Typ Frau beschleunigt den Puls?

Naja, wenn die Tür aufgeht und sie kommt rein, dann muss da irgendetwas passieren. Dann muss das Herz schon von alleine Schlagen. Das ist dann die Aura dieser Frau, wenn sie etwas in mir auslöst, das ich vorher noch nicht kannte. Dann ist es auch völlig egal, ob sie blond oder dunkelhaarig ist. Dann achte ich schon eher auf den Ausschnitt...(lacht). Kleiner Scherz. Aber mal ehrlich: Ausschnitt funktioniert immer, oder? Ich fürchte das ist bei uns Männern genetisch bedingt. Aber inzwischen interessiert mich so etwas sowieso nicht. Ich bin der rundum glücklichste Mann der Welt.

Wie gehst Du mit Liebeskummer um?

Ich finde, Liebeskummer ist wichtig. Denn man muss den Verlust einmal gespürt haben, um zu wissen, was man hat, wenn man sich danach wieder verliebt. Das ist ja das Schlimme: Wir begreifen immer erst, was wir hatten, wenn wir den Schmerz spüren. Und wir verlieben uns ja alle mehr als einmal. Und da muss man auch aufpassen, dass dieses Gefühl sich nicht relativiert. Der erste Verlust ist aber immer der schlimmste und dagegen gibt es kein Rezept. Oder doch: Freunde helfen bei Liebeskummer ungemein. Oder Verreisen. Bloß nicht hängen lassen...(lacht).

Christian Aust

Unterwegs

in Hollywood

Im Herzen der

Traumfabrik

Cannes 2013

Das Festival

Filmfestspiele

Cannes

Iron Man 2

Premiere

Sex and the City 2

Premiere

mamiswelt