25.02.2010

25.02.2010

Story

Auf der Berlinale hat der Psycho-Thriller von Oscar-Preisträger Martin Scorsese ("The Departed") eher verhaltene Kritiken bekommen. Doch in den USA spielte der Film gleich am ersten Wochenende 40 Millionen Dollar ein - das sind mehr als die Hälfte der Produktionskosten. Ein toller Auftakt für den Erfolgsregisseur. Scorsese inszenierte "Shutter Island" nach dem gleichnamigen Bestseller von Dennis Lehane. Die Geschichte spielt im Jahr 1954. Shutter Island ist eine Gefängnisinsel für psychisch kranke Schwerverbrecher. Als die Kindsmörderin Rachel Solando (Emily Mortimer) spurlos aus ihrer Zelle verschwindet, nehmen die beiden US-Marshalls Teddy Daniels (LEONARDO DiCAPRIO) und Chuck Aule (MARK RUFFALO) die Ermittlungen auf. Doch die Gefängnisleitung zeigt sich wenig kooperativ. Der ärztliche Leiter (BEN KINGSLEY) verweigert zunächst den Einblick in Akten und zeigt sich wenig erfreut über die Vernehmung seiner Patienten. Die beiden US-Marshalls werden das Gefühl nicht los, dass in der Anstalt nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Daniels hegt den Verdacht, dass an den Patienten verbotene Experimente durchgeführt werden. Außerdem vermutet er den Mörder seiner geliebten Frau Dolores (Michelle Williams) auf Shutter Island. Wie ein Besessener stürzt er sich in die Ermittlungsarbeit.

Was hat uns am besten gefallen?

Martin Scorsese ("Departed – Unter Feinden") ist ein Meister seines Fachs, in seiner Liga spielen nur wenige Regisseure. Und der Mann hat Mut. Sonst hätte er sich nicht an den Roman von Bestseller-Autor Dennis Lehane gewagt. Ein komplizierter Psycho-Thriller mit vielen Wendungen und Rückblenden - kein einfacher Stoff für die Leinwand. Es zeigt sich die Größe des Altmeisters in einigen Bildsequenzen, die von atemberaubender Schönheit sind.

Empfehlen wir den Film unseren Freunden?

Martin Scorsese hat solide Arbeit geleistet. Er liefert tiefe Einblicke in die Psyche der Hauptfiguren, so tief, als befänden sie sich unter einem übergroßen Mikroskop. Unübersehbar sind die Einflüsse von Grusel-Meister Alfred Hitchcock. Doch Scorsese trägt zu dick auf: Die Musik ist zu wuchtig und die Rückblenden (Erinnerungen an den 2. Weltkrieg und Gespräche mit seiner toten Frau) bringen die Handlung ins Stocken.

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