11.08.2011

I'm still here: Empfehlen wir den Film unseren Freunden?

Vor drei Jahren kündigte Hollywoodstar Joaquin Phoenix an, sich aus dem Filmgeschäft zurückzuziehen, um Rapper zu werden. Bei jedem anderen hätten wir gesagt: Ein netter PR-Gag. Doch jeder, der diesen Mann - wie wir - schon ein paarmal interviewt hat, weiß: Bei Joaquin Phoenix waren Genie und Wahnsinn immer nur durch eine ganz feine Linie getrennt. Es war also durchaus möglich. Phoenix Schwager Casey Affleck hat den angeblichen Aussteiger ein Jahr lang mit der Kamera verfolgt. Daraus wurde die Dokumentation I’M STILL HERE. Und darin sehen wir neben vielen anderen Peinlichkeiten, wie Joaquin Phoenix versucht, HipHop-Star P.Diddy zu überreden, sein erstes Album zu produzieren.

Joaquin Phoenix lässt in I’M STILL HERE kein Fettnäpfchen aus, lässt sich übergewichtig mit Rauschebart in Talkshows öffentlich demütigen und in Diskotheken bei seinen Konzerten ausbuhen. Wir sehen ihn sogar beim Drogenkonsum mit billigen Prostituierten. Und dann sind da noch die grauenhaft schlechten Songs, die er in Eigenregie aufnimmt.

Ist dieser Film nun eine echte Dokumentation oder Satire? Das war die leidenschaftlich diskutierte Frage auf den Filmfestspielen in Venedig, im vergangenen Jahr, wo der Film zum ersten Mal gezeigt wurde. Am Ende gab Regisseur Casey Affleck zu: Es ist eine Satire über die Abgründe des Showgeschäfts. Und dieser Blick hinter die Kulissen macht richtig Spaß. Joaquin Phoenix spielt die Rolle seines Lebens, weil er einfach sich selbst spielt. Launisch, verwirrt und ständig am Rande des Nervenzusammenbruchs. 

 

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I'm still here

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