10.06.2010

Story

Shah Rukh Khan ist nicht weniger, als der größte Bollywood-Star Indiens. Angeblich hat er mehr Fans als Brad Pitt, George Clooney und Robert Pattinson zusammen. Das könnte sich bald ändern. Denn nun wollte der indische Mega-Star unbedingt einen "anspruchsvollen" Film machen. Wäre er doch nur beim Singen, Tanzen und nett Lächeln geblieben ... Darum geht's in MY NAME IS KHAN: Rizvan Khan (Shah Rukh Khan) ist ein scheuer junger Inder mit Asperger-Syndrom, einer Form des Autismus. In die USA ausgewandert, verdient er seinen Lebensunterhalt als Handelsvertreter für indische Naturkosmetik (!). Als er der schönen Mandira (Kajol Devgan) in einem Friseursalon begegnet, verliebt er sich Hals über Kopf in die alleinerziehende Mutter und sie sich in ihn. Der Moslem und die Hinduistin heiraten, trotz aller Widrigkeiten. Doch das kleine Glück ist nur von kurzer Dauer. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wird der Sohn der Familie Opfer eines rassistischen Überfalls. Die Täter halten ihn für einen Moslem. Mandira glaubt, dass ihr Sohn noch leben könnte, hätte sie keinen Moslem geheiratet. In ihrer Wut schreit sie Rizvan Khan an, er solle dem US-Präsidenten sagen, er sei kein Terrorist. Doch Menschen mit Asperger-Syndrom nehmen alles wörtlich. Und so macht sich Rizvan Khan auf den Weg, um dem US-Präsidenten seine Botschaft mitzuteilen: ""Mein Name ist Khan und ich bin kein Terrorist." Aber wird er dort jemals ankommen? Denn, als hätte 9/11 nicht gereicht, wird Khan auf dem Weg nach Washington auch noch von Hurrikan Katrina durchgepustet.

 

Regie: Karan Johar
Darsteller: Shah Rukh Khan, Kajol Devgan

Was hat uns am besten gefallen?

Als endlich der Abspann lief und wir nicht mehr Rizvan Khans (Shah Rukh Khan) Gemurmel hören mussten: "Mein Name ist Khan und ich bin kein Terrorist." Dieser Satz kommt ihm im Film gefühlte hunderttausend Mal über die Lippen. Am Ende spürten selbst wir terroristische Neigungen, um den Mann endlich zum Schweigen zu bringen. Und das uns, als politisch korrekten Menschen. Wir waren über uns selbst erschrocken. So weit hat uns Shah Rukh Khan getrieben!

Empfehlen wir den Film unseren Freunden?

Eingefleischte Bollywood-Fans dürften enttäuscht sein. Denn auf opulente Tanz- und Gesangseinlagen verzichtet Regisseur Karan Johar. Was für eine bizarre Geschichte! Shah Rukh Khan gibt die indische "Forrest Gump"-Variante, also eine Art "Curry Gump". Bollywood-Filme dürfen ja gerne schräg sein, aber eben anders schräg. Hier geht es um nicht weniger als die Terroranschläge vom 11. September 2001, religiösen Fanatismus, Ausgrenzung von Andersartigen und Hurrikan Katrina, garniert mit einer unglaubwürdigen Lovestory.

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