Cannes 2013

Michael Douglas als "Liberace" in Steven Soderberghs "Behind the Candelabra"



Für den ergreifendsten Moment des Festivals jenseits der Leinwand ist in diesem Jahr Michael Douglas verantwortlich. Auf der Pressekonferenz zu Steven Soderberghs ("Oceans Eleven") Liberace-Film "Behind the Candelabra" beweist er Mut zum Gefühl. Douglas: "Steven gab mir das Drehbuch als Geschenk und Versprechen, als bei mir gerade Krebs diagnostiziert worden war. Und das war für mich in diesem Moment unglaublich wichtig. Ich glaube, es ist eine der schönsten Rollen meiner Karriere". Douglas bricht die Stimme, Tränen schießen in seine Augen, es wird ganz still im Saal...Douglas: "Entschuldigen Sie, aber das ist sehr emotional für mich".


Steven Soderbergh verabschiedet sich nicht endgültig vom Filmgschäft


Steven Soderbergh fragte Michael Douglas bereits während der Dreharbeiten zu "Traffic", ob er den schwulen Show-Pianisten "Liberace" spielen möchte. Und nach kurzer Irritation sagte Douglas spontan zu. Da kein Filmstudio das Projekt finanzieren wollte, drehte Soderbergh das Drama schließlich für den US-Kabelsender HBO. Trotzdem läuft der Film in Cannes offiziell im Wettbewerb. Ein Geschenk der Festival-Leitung für Steven Soderbergh, dessen Weltkarriere hier auf dem Festival mit "Sex, Lügen un Videos" begann und auch hier aufhören sollte. "Behind the Candelabra" soll angeblich Soderberghs letzter Film sein. Soderbergh kündigte in Cannes allerdings bereits den Rücktritt vom Rücktritt an: "Es wird wohl eher eine längere Pause, als mein endgültiger Abschied vom Regie-Beruf".


Matt Damon als heimlicher Star von "Behind the Candelabra"


Die Überraschung von "Behind the Candelabra" ist eindeutig Matt Damon. Mit blonder Fön-Frisur spielt er sehr überzeugend "Liberaces" Geliebten und Lebensgefährten Scott Thorson, auf dessen Memoiren Soderberghs Film basiert, inklusive Küssen und Sex-Szenen. Matt Damon: "Im Bett mit Michael Douglas - diese Erfahrung teile ich jetzt mit Kolleginnen wie Demi Moore, Sharon Stone oder Glen Close. In Zukunft können wir Geschichten und Anekdoten austauschen".

 

James Franco zeigt seine Regie-Arbeit "As I Lay Dying" in der Nebenreihe "Un Certain Regard"

 

Kritiker-Liebling James Franco untermauert in Cannes mit seiner William Faulkner-Verfilmung "As I Lay Dying" wieder einmal seinen Ruf als Multi-Talent. Franco hat nicht nur Regie geführt und das Drehbuch geschrieben, sondern spielt auch noch eine der Hauptrollen. Das ländliche Drama um die Beerdigung einer Mutter läuft in der wichtigen Nebenreihe "En Certain Regard". Franco: "Obwohl ich ein sehr liebevolles Verhältnis zu meiner Famlie und tolle Freunde habe, dreht s sich in all meinen arbeiten um menschliche Isolation". 
 

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