Berlinale 2012

Goldener Bär für die Taviani-Brüder

Kino hält eindeutig jung. Den Beweis haben wir seit der Berlinale-Bären-Verleihung - Paolo und Vittorio Taviani hüpften mit ihrem Goldenen Bären herum als wären sie nicht achtzig und zweiundachtzig Jahre alt, sondern achtzehnjährige Jungen und gefeiert wurden sie vom Publikum wie ein Boy-Band. Was bedeutet den Taviani-Brüdern der Goldene Bär für ihren Wettbewerbsbeitrag "Cäsar muss sterben", nachdem sie schon so viele Preise gewonnen haben? Paolo Taviani antwortet: "Es ist ein sehr wichtiger Preis, vielleicht der wichtigste von allen, wenn man das so werten kann. Denn dieser Film ist anders als unsere anderen und sogar für uns etwas neues."

 

Wettbewerbsbeitrag "Barbara": Silberner Bär für Christian Petzold

 

Christian Petzold freute sich deutscher, also etwas verhaltener über seinen Silbernen Bären für die beste Regie, war offensichtlich aber nicht weniger glücklich als die Tavianis: "Ich habe noch niemanden angerufen. Ich müsste wahrscheinlich meine Mutter einmal anrufen, aber das mache ich irgendwie morgen mal. Wem ich den Bären widme? Ich habe den auch ein bisschen repräsentativ bekommen, für die ganze Arbeit, die ich mit diesem Team und diesem Cast, nicht nur bei "Barbara" hatte und wir sind alle irgendwie über die Arbeit nicht nur Freunde, sondern irgendwie auch Gefährten geworden und denen allen widme ich diesen Preis. Nach sechzehn Champagner war das echt ein langer Satz." Nach sechzehn Champagner würdne andere gern noch so schlaue Sachen sagen wie Christian Petzold, aber beinah hätte er das Wichtigste auf der Bühne vergessen, seinen Silbernen Bären.

 

Beste Schauspielerin und bester Schauspieler: Rachel Mwanza und Mikkel Boe Følsgaard

 

So eine Nacht ist aber auch überwältigend, große Gefühle, verwirrende Emotionen. Besonders überwältigt war die gerade einmal vierzehnjährige Rachel Mwanza, der Silberne Bär als beste Schauspielerin machte sie fast sprachlos: "Ich habe bei den Dreharbeiten alles geben, um diese einmalige Chance zu nutzen", spricht Rachel Mwanza schüchtern ins Mikrofon. Bester Schauspieler wurde Mikkel Boe Følsgaard für seine tragisch-komische Darstellung des dänischen Königs Christian VII. in dem Film "Die Königin und der Leibarzt". Christians Markenzeichen war sein irres Lachen und das musste Mikkel Boe Følsgaard der Gewinner-Pressekonferenz noch einmal demonstrieren. Ob der Silberne Bär sein Leben verändern wird?"Erst einmal nicht, denn ich muss diese Woche Montag wieder in der Schauspielschule antreten", erzählt Mikkel Boe Følsgaard, "Stepptanz steht Montag auf dme Stundenpla."

Unterwegs

in Hollywood

Im Herzen der

Traumfabrik

Cannes 2013

Das Festival

Filmfestspiele

Cannes

Iron Man 2

Premiere

Sex and the City 2

Premiere

mamiswelt