Berlinale 2012

Das Berlinale-Tagebuch 2012

Gestern war hier in Berlin Angelina Jolie Tag. Sie stellte ihr Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" vor und selbst die größten Skeptiker sagten am Ende: Regiedebüt gelungen." Angelina Jolie zeigte sich offensichtlich sehr erleichtert über die Komplimente: "Regieführen ist viel schöner als schauspielen", davon ist Angelina Jolie jetzt fest überzeugt: "Brad meint, wer einen Haushalt mit sechs Kindern organisieren kann, der kann auch Regie führen." Nach der Premiere gab es dann noch einen Empfang, sehr exklusiv für 150 Gäste und die durften etwas ganz besonderes sehen, Brad Pits Fotos von den Dreharbeiten. "Brad Pit liebt die Fotografie und geht nie ohne eine Kamera aus dem Haus", erzählt Angelina Jolie, "die Fotos waren seine Idee, wunderschöne, grobkörnige Bilder in Sepiafarben." Heute läuft hier der erste deutsche Beitrag im Wettbewerb, "Barbara" von Christian Petzold mit Nina Hoss in der Hauptrolle. Und wie der Film ist, erfahren Sie morgen hier.

Berlin ist immer noch im Angelina Jolie Fieber. Gestern gab es nun den offiziellen roten Teppich für ihr Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" und wo sie auftaucht, da ringen die Fotografen um das beste Bild. Im Interview erzählt mir Angelina Jolie, dass Regieführen viel schöner ist als Hauptrollen zu spielen: "Ich hatte nie ein ähnlich erfüllendes Erlebnis."

 

Nina Hoss grandios in Christian Petzolds "Barbara"

 

Ich bin seit gestern viel lieber im Nina-Hoss-Fieber. "Barbara" ist die fünfte Zusammenarbeit von Christian Petzold und Nina Hoss, ein grandioses Melodram um eine Kinderärztin in der DDR. Christian Petzold ist so eng mit Berlin verbunden, dass viele ihn für einen Berliner halten: "Ich komme aus der Nähe von Düsseldorf. Die Rezeptionisten ist aus Mönchengladbach und heute Abend spielt Gladbach gegen Schalke und darüber haben wir uns zehn Minuten unterhalten. Seitdem ist das Lampenfieber auch ein bisschen weg", lacht Petzold. Ein großer Teil des Lampenfiebers basierte auf Christian Petzolds Befürchtung, er müsse auf der Pressekonferenz vor ausländischen Journalisten Englisch sprechen. Obwohl er regelmäßiger Gast der Berlinale ist, hatte er wohl vergessen, dass simultan übersetzt wird: "Dann sind ja die ganzen Panikattacken umsonst gewesen", freut sich Petzold. Seit gestern ist nun auch wieder ganz klar, dass das deutsche Kino auch deswegen so schön sein kann, weil wir eine Nina Hoss haben. Als authentischer Filmstar ist sie gewissermaßen der Gegenentwurf zu Angelina Jolie, gerade weil Nina Hoss es immer abgelehnt hat, Star zu sein: "Ich habe nie irgendetwas abgelehnt, sondern ich habe mich einfach nicht so darum gekümmert. So würde ich es eher beschreiben. Mich hat immer die Arbeit fasziniert und deswegen habe ich diesen Beruf ergriffen. Ich wollte auch immer, dass man mich über meine Arbeit definiert und ich weiß auch gar nicht, wie das andere geht. Und deswegen ist es jetzt so wie es ist. Ich laufe trotzdem gern über den roten Teppich und mache das Spiel mit und es macht mir auch Spaß", bekennt Nina Hoss. Christian Petzold bringt das mit dem Star sein moch einmal auf den Punkt:"Ich glaube, Stars sind die, die sich nicht darum kümmern. die sich darum kümmern, landen irgendwo anders, aber nicht da, wo die Stars sind." Nina Hoss entgegnet: "Danke, das hast Du jetzt gesagt." Der zweite deutsche Wettbewerbsbeitrag wird am Dienstag im Berlinale Palast laufen, "Was bleibt" von Hans Christian Schmid.
 

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