Berlinale 2012

Das Berlinale-Tagebuch 2012

Sie ist eröffnet, die 62. Berlinale. Etwa 2.000 Gäste zitterten hier gestern bitterlich auf dem kältesten roten A-Festival-Teppich der Welt. Als Eröffnungsfilm haben wir Benoît Jacquots  Film "Leb wohl, meine Königin" gesehen, ein gut abgehangener französischer Kostüm- und typischer Eröffnungsfilm. Er hat keinem weh getan, aber so richtig toll war er auch nicht. Französische Revolution aus Sicht des Personals in Versailles, ein Königreich in Auflösung, das soll man daran erkennen, dass bei allen Adligen die Perücken schon ganz schief auf den Köpfen sitzen. Was bei diesem Film ein bisschen prickelt, ist die lesbische Liebesgeschichte zwischen
Marie Antoinette und einer ihrer Hofdamen. Ganz toll ist Léa Seydoux in der Hauptrolle der jungen Kammerzofe, die auch ein bisschen in ihre Königin verliebt ist. "Leb wohl, meine Königin" läuft auch im Wettbewerb, wird aber wohl nichts gewinnen.

 

Lea Seydoux werde ich nachher noch interviewen, Diane Krüger auch und Angelina Jolie, die ist hier nämlich angereist mit ihrem Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey". Der Film läuft heute Abend, ich habe ihn schon gesehen. Ich war sehr skeptisch, aber dann doch sehr positiv überrascht von dieser sehr brutalen Liebesgeschichte im Bosnien-Krieg. Was Angelina Jolie gesagt hat, berichte ich morgen. Mein Interview des Tages gestern war der großartige Max von Sydow, eine echte Filmikone wie ihn trifft man ja auch nicht alle Tage. Auf die Frage, wie es sich denn so als Legende lebt, antwortete er: "Es ist sehr bizarr, dass man mich als Legende verehrt. Ich bin doch nur ein Schauspieler, der schon eine Weile im Geschäft ist und einfach nur Glück hatte." Eine charmante Untertreibung. so viel Glück wie Max von Sydow hätte ich auch gern mal.
 

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